Auf zur Küste: Henleys Beach

140413-7140413-1

 

 

 

 

 

Nach einer Woche Schule habe ich ein wenig Erholung verdient. Heute ist relaxen an der Beach angesagt. Der Hund hat sich übrigens besser auf dem Surfbrett gehalten als sein zweibeiniges Herrchen.
Aber der Reihe nach…

Nach einer Woche mit täglich zwischen 27 und 29 Grad bot sich der heutige Sonntag mit kühlen 25 Grad für einen Spaziergang an. Der Torrens River fliesst von Adelaide aus auf einer Länge von ca 14 km bis zum Meer bei Henleys Beach.

140413-2 140413-4

Das Haus der Dame, bei der ich während meines Sprachaufenthalts wohne, liegt nur einen Katzensprung vom Fluss entfernt. Von hier aus sind es nur 4 km bis zum Strand – also nix wie hin.

Der kombinierte Spazier-/Fahrradweg, schön angelegt entlang des Flusses, ist längst kein Geheimtip mehr. Immer wieder muss ich Leuten ausweichen, die auf den in Adeleide gratis auszuleihenden Fahrrädern unterwegs sind zu Henley Beach. Recht auf dem Bild mündet der Torrens River ins Meer.

140413-5140413-3Velo-/Spazierweg von Henley Beach nach Glenelg. Hinter den Dünen rechts liegt gleich das Meer. Immer wieder kleine Parks und Spielplätze entlang des Weges.

140413-6

Cleland Wildlife Park

130413-10Der Cleland Wildlife Park liegt ca. 30 Fahrminuten ausserhalb Adelaides, umfasst 35 Hektar und beheimatet vor allem einheimische Tiere. Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Bus vom City Center aus ist mit einmaligem Umsteigen kein Problem, dann allerdings 1h einrechnen.

Schön sind vor allem auch die freien Gehege, durch die die Besucher laufen können und auf Tuchfühlung mit Kängeruus, Emus und Co gehen können.

Der Eintrittspreis ist mit 20 AUD (16 mit meinem Studentenausweis) ein fairer Preis. Drei Stunden sollte man einplanen, will man alles sehen.

130413-7130413-5

 

 

 

 

 

Naja und die Koalas profitieren eh von einem grossen Jöö-Effekt. Dabei sehen die meisten ziemlich „hei“ aus, wie der Kollege links auf dem Bild.

Ich zeige hier nur eine kleine Auswahl der vielen Viecher. Die Emus waren so hässlich, dass ich sie lieber weglasse, die Dingos dagegen waren mit ihrem goldenen Fell dagegen viel schöner als erwartet.

130413-6

 

Diese Cape Barren Goose gilt als sehr rar unter den Gänsen und ist in Australien so gut wie ausgestorben. Sieht harmlos aus – aber vorsicht, mega aggressiv wenn’s um die Verteidigung ihrer Eier geht.

 

 

130413-1

Der längste Zaun der Welt: Um ihre Schafe vor den Dingos zu schützen, errichteten australische Farmer Zäune, die inzwischen eine Gesamtlänge von 5320 km erreicht haben und sozusagen staatlich durch die Dog Fence Act abgesegnet wurden.

???????????????????????????????130413-3

 

130413-4

Adelaide: 4 Wochen Englisch büffeln in DownUnder

Eine Woche bin ich nun schon in Adelaide, also höchste Zeit um die ersten Eindrücke mit euch zu teilen.

120413-5???????????????????????????????Die Skyline vom Flugzeug aus gesehen mit dem Torrens River. Die Innenstadt ist im Schachbrettmuster angelegt, was die Orientierung ziemlich einfach macht.

Das SACE, South Australian College of English, an dem ich 4 Wochen lang büffeln werde, liegt mitten im Stadtzentrum. Die Schule mit ca. 16 Klassenräumen befindet sich im 1. und 4. Stock. Der grösste Teil der Schüler kommt aus Asien, Arabien und Südamerika. Zumindest jetzt im australischen Herbst, ist die Anzahl Europäer sehr gering.

???????????????????????????????Designerlampen mit Solarpanels zwischen Konferenzzentrum und Hauptbahnhof. Downtown im Hintergrund. Eine Gratis-Buslinie fährt eine Art Rundkurs um die Innenstadt. Auch sonst ist das Busnetz gut ausgebaut und zuverlässig. Nur gibt es leider keine ÖV-Übersichtspläne, so dass man schon ziemlich genau wissen muss, welche Buslinie man gerade braucht.
Der Torrens Fluss teilt Adelaide in zwei Hälften. Seine Ufer sind grössten Teils sehr schön angelegt und Grünflächen laden zum Verweilen ein (wenn ich mal grad nicht lernen muss). Ein Bike-Weg führt entlang es Flusses bis ans Meer und die Stadt verleiht gratis Fahrräder gegen Hinterlegung vom Ausweis. Eine entsprechende Tour steht auf meiner To-Do-Liste für die nächsten 4 Wochen. Man muss sich ja schliesslich Ziele setzen.

120413-7

120413-4

 

Bondi Beach

An unserem letzten Tag ging’s noch an die berühmte Bondi Beach, die nur wenige Kilometer von Sydney’s Zentrum entfernt liegt. Mit mit Bus 30 Minuten.

050413-1050413-2

 

 

 

 

 

Morgen Samstag, 21.45 Uhr Ortszeit, geht es für Stefan wieder zurück in die kalte Schweiz, während Gabi noch einen Monat in Adelaide bleibt für einen Sprachkurs.

Der Flug Sydney – Dubai wird übrigens mit 14h 30Min der längste Nonstopflug sein der Stefan je gemacht hat. Anschliessend sind es dann noch 6h 40min von Dubai nach Zürich.

Bondi Beach hat einen schönen breit Sandstrand, der für die Nähe an der Grossstadt wirklich sehr sauber war. Das Wasser war klar und mit 24 Grad (Angabe am Bay Watch Turm) gar nicht so kalt. Trotzdem liefen die unzähligen Surfer mehrheitlich im Neoprenanzug rum.

050413-3050413-4

050413-5

Grossstadt Sydney

Ein paar Bilder von unserer Rundtour durch Downtown Sydney. Die Hochhausschluchten sind beeindruckend wie beängstigend zugleich. Überall wuseln Menschen wie Ameisen durch die Strassen und zur Rush Hour stockt der Verkehr an allen Enden. Einen Ort der Ruhe bieten da nur die schönen Gärten und Parks, grüne Oasen zwischen grauen Häuserwüsten. Zugegeben, die Skyline vor allem vom Wasser aus gesehen ist wunderschön.

Vom Botanischen Garten aus

020413-5 020413-6
Schiefe Hochhäuser…Ein Weitwinkel ist für eine Stadt nicht immer das Richtige
020413-8 020413-4
020413-7

 

020413-3

 

 

 

 

 

 

Auf der Hafenrundfahrt

020413-2020413-1
Darling Harbour, wie kann man einen Hafen nur so nennen…..
020413-10

 

 

 

 

Von unserem Balkon im 36. Stock Richtung Süden und Sydneys Hafen bzw. Circular Quay
020413-11  020413-9

Zerstörte Stadt: Christchurch’s RED ZONE

Sonntag  31. März 2013
Glentunnel – Christchurch, Kilometer 90

Gegen 10 Uhr haben wir Glentunnel verlassen und erreichten nach ca. 1 Stunde unser Endziel Christchurch. In der Nähe des Botanischen Garten haben wir einen Parkplatz gefunden, so dass wir die Innenstadt zu Fuss erkunden konnten. Was wir beim Hineinfahren gar nicht gesehen haben, kam bereits nach wenigen Minuten Fussmarsch Richtung Zentrum zum Vorschein: die Schäden vom Erdbeben. Somit wurde unsere Tour zu einer Stadtbesichtung der anderen Art.
Am 22. Februar 2011, 12:51 Uhr Ortszeit, erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,3 die Stadt Christchurch. 185 Menschen wurden getötet, rund 70 Prozent der Gebäude im Zentrum zerstört oder unbewohnbar gemacht.
310313-7Fast die gesamte Innenstadt – jetzt „Red Zone“ genannt – ist gesperrt. In der Luft hängt der Geruch von Staub und Mörtel. Christchurch wird nie mehr so sein, wie Stefan es vor 22 Jahren während 2 Wochen kennenlernte.
310313-3310313-5

Wir laufen um die RED ZONE herum und sehen eine Stadt, die aussieht, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Hinter hohen Drahtzäunen ziehen sich verlassene Ladenzeilen hin mit kaputten Fensterscheiben, halb eingefallenen Häusern oder bereits leergeräumten Baustellen. An einigen Stellen wächst Gras durch die Narben, die das Beben in den Asphalt gerissen hat. Eine Geisterstadt. Plastiktüten wehen am diesem Ostersonntag durch die ausgestorbenen Straßen. An gewissen Stellen wie bei der berühmten Cathedral Square, ist das Militär präsent und schaut, dass von den zahlreichen Touristen niemand in die Zone eindringt.
310313-2Hier auf dem Bild sieht man noch gut das Schachfeld wo Stefan dazumal fast jeden Tag mit Einheimischen ein Partie spielte. Am Mittag wurde dann meistens dem Stadtsprecher zugehört, der auf diesem Platz die neusten News erzählte. Heute Red Zone, Zugang nicht möglich. Es macht einem richtig weh sowas zu sehen.
Gabi macht etwas zögernd Fotos, Stefan ist am Filmen.

310313-4310313-6Irgendwie komisch eine solche Katastophe aufzunehmen, aber schlussendlich ist das ein Teil vom Leben, die Zerstörung genauso wie der Wiederaufbau. Im Visitor Center werden Touren angeboten zur Red Zone und wir können auch immer wieder beobachten wie Helikopter über der Stadt kreisen. Wahrscheinlich auch Scenic Touren. Business as usual. In der improvisierten Fußgängerzone mit Geschäften in bunten Containern, die von den Initiatoren des Projekts Re:START aufgestellt wurden, manifestiert sich der Wille zur Normalität: Strassenmusiker spielen, Leute laufen herum, alles ist mit Pflanzen dekoriert, aber eine wirkliche Innenstadtatmosphäre will nicht aufkommen. Vielleicht liegt dies auch an den Bildern der Verstorbenen, die zur Erinnerung an die Drahtzäune geheftet wurden.
310313-8310313-1

Es ist kaum zu glauben, was so ein Erdbeben in einer Minute alles zerstören kann. Schon sind  zwei Jahre vergangen aber wir können noch nichts von einem möglichen Aufbau sehen. Auf Plakaten wird zwar überall gezeigt, wie die Stadt nachher erdbebensicher aussehen soll mit einer komplett neuen Innenstadt, wann dies aber sein wird, steht nirgends. Es wird sicher noch Jahre dauern.
Überigens: seit dem verherrenden Beben vor 2 Jahre hat es in Christchurch schon über 10000 weitere Erschütterungen gegeben, die aufgezeichnet wurden. In dieser Zeit haben ca. 70000 Einwohner die Stadt verlassen. Christchurch ist aber immer noch die zweitgrösste Stadt Neuseelands.

 

Temperatur bis 27 Grad

So, das war’s mit Neuseeland Live. Morgen Ostermontag 1. April werden wir nach Sydney fliegen und dort noch ein paar Tage bleiben. Wir hoffen, es hat euch gefallen, unsere Reise quer durch dieses schöne Land mitzuverfolgen. Angesichts der tiefen Temperaturen in Europa, mag es hart gewesen sein unsere sonnigen Strandbilder anzuschauen. Möge das ein oder andere Bild euch ein wenig Sonne in euren Altag gebracht haben.

Eure Kiwis, Stefan und Gabi, Christchurch 2013

Entspurt Richtung Christchurch

Samstag 30. März 2013
Oamaru – Glentunnel, Kilometer 232

Es geht zügig weiter Richtung Christchurch, wo wir morgen Sonntag ankommen wollen. Erster nennenswerte Halt ist Timaru.
300313-2300313-1Hier machen wir an der Caroline Bay eine Pause und schauen uns ein Junior-Segelbootrennen an, das gerade vom ortsansässigen Jachtclub veranschaltet wird. Hier wird wohl der Nachwuchs erkoren um vielleicht mal die Alinghi zu schlagen!!!
Timaru ist mächtig gewachsen verglichen zu 1991 als Stefan das letzte Mal hier war. Die  Weiterfahrt führt uns über Geraldine in die Kornkammer von Neuseeland. So heisst die Gegend hier um Christchurch. Korn haben wir aber kaum gesehen, dafür wieder viel Weideland mit Schafen, Rindern, Rehen und Hirschen. Über den Highway 72 geht es dann immer weiter ins Landesinnere und nahe an die Berge heran. Hier befindet sich auch das berühmte neuseeländische Mount Hutt Skigebiet. Natürlich nicht zu vergleichen mit unseren Alpen; aber im Winter soll da wirklich einiges abgehen. Insgesamt müssen wir gestehen, dass der heutige Streckenabschnitt landschaftlich und auch sonst wenig Besonderes zu bieten hatte. Im Ort Glentunnel, ca. 60 Kilometer vor Christchurch finden wir einen Campground. Morgen, am Ostersonntag bei ca. 25 Grad, gehen wir dann die zweitgrösste Stadt Neuseelands anschauen, in der Hoffnung es gibt auch was zu sehen. Immer noch sollen einige Teile der Stadt wegen des Erdbebens von 2011 gesperrt sein. Wir werden es sehen.

Temperatur bis 26 Grad.

Architektur, runde Steine und Pinguine

Freitag 29. März 2013
Dunedin – Oamaru, Kilometer 144

Am Morgen zuerst mal Stadtbesichtung von Dunedin. Es ist Karfreitag und daher wirkt die Stadt wie ausgestorben. Alle Geschäfte haben geschlossen.
290313-7290313-2

290313-3Wir schlendern ein wenig durch die von Schotten angelegte Innenstadt mit breiten Strassen und achteckigem Platz als Zentrum. 120000 Einwohner hat Dunedin und ist somit die 5 grösste Stadt Neuseelands. Am bekanntesten ist der 1906 eröffnete Bahnhof, der zwar heute auch noch in Betrieb ist aber der Bahnverkehr hält sich doch sehr in Grenzen. Ausser das von hier die Taieri Gorge Eisenbahn startet, sieht es nicht so aus, als würde hier zu Geschäftzeiten Rushhour herrschen. Die meisten Neuseeländer gehen mit dem Auto oder dem Bus zur Arbeit. Was man in Dunedin sicher anschauen sollte ist das Settler Museum. Hier werden alle ersten Siedler erwähnt, die um 1820 und später hauptsächlich von Grossbritannien aus Dunedin erreichten. Es gibt eine richtige Ahnengalerie und man könnte wahrscheinlich noch heute herausfinden, ob seine Vorfahren mal so eingewandert sind. Eintritt ist übrigens frei. Gegen Nachmittag verlassen wir Dunedin und fahren weiter nordwärts. Bei den Moeraki Boulders machen wir kurz einen Halt und schauen uns die runden Steine im Meer an.
290313-9290313-4Wissenschaftler sind sich heute immer noch nicht ganz einig, wie diese runden Steine entstanden sind. Da die Steine nur bei Ebbe zu besichtigen sind, hat Stefan mal einen an Land gerollt damit dieser auch bei Flut zu sehen ist.
In Waianakarua fahren wir wieder an die Küste und sehen bei unserem späten Mittagessen wieder mal Seehunde.
290313-6290313-5

Stefan ist schon am überlegen, ob er jetzt schon wieder die Kamera holen soll. Vor einigen Tagen in Westport sind wir noch den Hügel hinaufgesprintet um endlich mal einen Seehund vor die Kamera zu bringen, da waren diese kaum zu sehen; jetzt laufen uns die Viecher beinahe jeden Tag über den Weg und sind keine 10 Meter mehr entfernt. Begegnungen sind fast schon Routine geworden.
290313-8290313-10
Gegen Abend erreichen wir Oamaru. Hier gibt es zwei Pinguin Arten, die Blauaugen- und die Gelbaugen, die jeden Abend vom Meer ans Ufer watscheln. Eigens für dieses Ereignis wurde fast eine richtige Tribüne errichtet mit Premium- und Economy-Sitzplätzen, damit man auch einen guten Blick auf den Strand hat wenn die Pinguine kommen. Und tatsächlich um ca. 20 Uhr treffen die ersten Blauaugenpinguine ein. Das Ganze dauert ca. eine Stunde und leider ist weder Fotografieren noch Filmen erlaubt. Was machen die bloss wenn die Pinguine mal nicht kommen? Dies wird kaum geschehen, denn alle Pinguine kehren immer wieder dorthin zurück, wo Sie geboren worden sind. Zur Brutzeit können es bis zu 70 sein, heute waren es gerade mal 25.
290313-1Fast noch imposanter waren aber die Kormorane, die sich ausserhalb Oamaru auf einem stillgelegtem Steg breitmachten. Abertausende versammeln sich hier jeden Abend um beim Eindunkeln gemeinsam zu ihren Schlafplätze an der steilen Küsten zu fliegen.

Temperatur bis 25 Grad

Grandiose Küstenlandschaft in den Catlins

Donnerstag, 28. März 2013
Curio Bay – Dunedin,  Kilometer 208

Am schönen Sandstrand der Curio Bay konnten wir am Morgen noch zwei Surfern zuschauen, die mit drei Delfinen spielten. Die Tiere sind immer wieder erstauntlich nahe an die Surfern herangeschwommen. Es ist eine einsame Gegend hier in den Catlins.
280313-1Auf den ersten 30 Kilometer begegnen wir keinem Auto. Neuseeland zeigt sich wieder von seiner Sonnenseite. Keine einzige Wolke am Himmel und schon morgens angenehm warm. Unterwegs schauen wir uns kurz einen kleinen See und zwei Wasserfälle an. In Owaka, 400 Einwohner und somit grösster Ort in den Catlins, finden wir endlich eine Dumpstation. Unser Abwasser ist randvoll und muss zwingend mal abgelassen werden. Nach diesem verschlaffenen Nest fahren wir wieder an die Küste zurück zum Nugget Point.
280313-2280313-3

280313-5Hier, in dieser eindrücklichen Landschaft, steht ein schöner Leuchturm, der nur über eine staubige Schotterstrasse und anschliessendem Fussweg erreichbar ist. Die Aussicht, 76 Meter über dem Meeresspiegel, ist aber grandios. Mit unserem Fernglas können wir auf den vorgelagerten Felsen viele Seehunde erspähen. Weiter geht es zum Kaka Point, wo wir direkt am Strand Mittagspause machen.
280313-4Mit 27 Grad ist heute einer der wärmsten Tagen auf unserer Reise. Gabi versucht es mit einem Bad im Meer, doch daraus wird nichts, da das Meer doch zu kalt ist. Zurück auf dem Highway geht es zügig weiter Richtung Balclutha, Milton und nach Waihola. An der windigen, mit hohen Wellen versehenden Küste fahren wir weiter über Brighton nach Dunedin. In Dunedin sind wir froh, dass Stefan kurz vor unserer Reise ein gratis Navi auf sein IPhone geladen hat, sonst hätten wir unseren Kiwi Campground am Stadtrand wahrscheinlich nie gefunden.
280313-6Am Abend besuchen wir noch den Strand von Dunedin und sehen den vielen Surfern zu, die sich mit bis zu 3 Meter hohen Wellen herumschlagen. In Dunedin verlassen wir die Southern Catlins wieder. Diese Gegend gehört wohl definitiv zu den schönsten Ecken von Neuseeland und kann ohne Weiteres mit den bekannteren Gegenden wie Bay of Island oder Coromandel mithalten.

Temperatur bis 27 Grad.

Zu den Schotten und zum südlichsten Punkt Neuseelands

Mittwoch, 27. März 2013
Clifden – Curio Bay,  Kilometer 265

Die vergangene Nach war a….kalt. Sich morgens um 8 Uhr bei 4 Grad im Camper zu waschen und anzuziehen ist nicht gerade ein Vergnügen. Da heisst es schnell machen um warm zu werden.
Schon bald ging die Fahrt weiter Richtung Süden alles auf der Southern Scenic Route. Wir durchquerten schlafende Städte wie Tuatapere, Orepuki und Riverton, wo jedes vierte Haus mit „For Sale“ angeschrieben ist. Stefan hat fast eine Hütte gekauft…. ach herrje und das noch direkt an der Beach :-).
270313-4270313-5

Menschen sehen wir kaum und auch auf den Strassen zwischen den Orten gibt es sozusagen keinen Verkehr. Einzig riesige Schafherden sehen wir jetzt mehr und mehr.
270313-6In Invercargill, wegen der ersten Siedler eine Stadt mit schottischen Wurzeln, machen wir einen kleine Spaziergang. Mit 50 000 Einwohnern ist es die drittgrösste Stadt auf der Südinsel. Alles ist schachbrettartig angelegt mit sehr breiten Strassen, an denen noch einige recht schöne alte Häuser stehen.

Ein Besuch von Bluff, dem südlichsten Ort Neuseelands darf natürlich auch nicht fehlen, ansonsten nichts berauschendes. Hier erklimmen wir den Bluff Hill, von dem wir einen schönen Blick auf Stadt und Küste haben, sowie auf Steward Island, die Insel fast ohne Strassen für Naturfreunde, nur 30 km entfernt.
270313-3270313-2
Die Weiterfahrt bringt uns ins Land der Southland Catlins (dem südlichsten Teil von Neuseeland zwischen Invercargill und Dunedin), eine einsame Gegend, wo eine Internetverbindung genauso ein Fremdwort ist wie ein Mobilnetzverbindung. Wenn man einen Neuseeländer fragt wo die Schönste Gegend im Land ist, dann werden die Catlins meistens als erste genannt und einem Neuseeländer sollte man eigentlich nicht Wiedersprechen. Wir, wir tun das auch nicht.
270313-7270313-8

 

 

 

 

Über Fortrose geht es weiter zum Waipapa Point, wo wir drei Seelöwen beobachten können, wie sie am Ufer und im seichten Wasser miteinander herumtollen.
270313-1Über eine staubige Schotterstrasse erreichen wir den Slope Point, den südlichsten Punkt Neuseelands. Von hier aus sind es 4803 km bis zum Südpol. Näher dran werden wir wohl nie kommen. In der Abenddämmerung fahren wir weiter bis zur Curio Bay, unserem Schlafplatz für die nächste Nacht. Der einfache Campingplatz auf einem Kliff ist gut besucht und wir ergattern gerade noch den letzten Platz mit Stromanschluss.

Noch etwas Spezielles zum Schluss. Vor drei Wochen waren wir am Cape Reinga, am nördlichsten Punkt Neuseelands, heute waren wir in Bluff am „fast“ südlichsten Punkt. Seit dieser Zeit ist Neuseeland um 51 Kilometer geschrumpft!! Vielleicht durch ein Erdbeben, mit anschliessender Landvernichtung? Keine Ahnung aber man schaue sich die Bilder an.
270313-10270313-9

Links in Cape Reinga = Distanz nach Bluff 1452 Km, Rechts Bluff = Distanz nach Cape Reinga 1401 Km. Das solle einer verstehen.

 

Temperatur am Nachmittag 25 Grad.