Archiv für den Monat: Mai 2013

Adelaide City – eine gute Entscheidung

Auch wenn ich inzwischen schon wieder in der Schweiz gelandet bin, möchte ich noch ein paar letzte Bilder mit euch teilen: von der Stadt, in der ich die letzten 4 Wochen daheim war.060513-6 06052013-5 060513-2

 

 

 

 

Ich wurde gefragt, warum unbedingt Adelaide und ob es eine gute Entscheidung war dorthin zu gehen. Ja, es war voll richtig. Warum? Nun, verglichen mit anderen australischen Städten wie bspw. Sydney bietet Adelaide zwar Grossstadt-Feeling, ist dabei aber immer noch überschaubar und irgendwie familär. Ca. 1,2 Mio. Einwohner.

Die Stadt ist sauber und ich habe mich immer sicher gefühlt. Die durchdachte Strassenanlage macht die Orientierung enorm einfach – quadratisch, praktisch, gut!  Der öffentliche Verkehr ist gut ausgebaut, wenngleich ein anständiger Übersichtsplan fehlt.

Die vielen Grünflächen, vor allem auch jene am Fluss, laden zum Relaxen ein und ergänzen die quierrlige Innenstadt mit der Fussgängerzone.

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060513-13 Toll ist auch, dass die unzähligen Universitätsgebäude mitten in der Stadt integriert sind und nicht etwas ausserhalb auf irgendeinem Campus untergebracht sind. Dies, bzw. die damit verbundene Präsenz der Studenten, verleiht der Stadt einen jugendlichen Touch.

Die Adelaider sind mir durchwegs freundlich entgegengekommen und die Kontaktaufnahme auch mit völlig Fremden war einfach. Man ist hier an ausländische Studenten gewöhnt und gerne bereit zu helfen.

Mit Gründungsdatum 1836 ist Adelaide natürlich –  für europäische Verhältnisse – eine recht junge Stadt. Trotzdem gibt es doch einige historische Gebäude, die einen Blick wert sind.

Übrigens, Adelaide wurde nach einer deutschen Prinzessin benannt!

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Was natürlich auch noch zum guten Lebensgefühl hier beiträgt, ist die Nähe zum Meer: in 20-30 Minuten kann man die Küste erreichen und an der Beach die Seele baumeln  060513-7l060513-9assen.
Auch für kulturell Interessierte hat die Stadt einiges zu bieten. Von den normalen Museen und Ausstellungen mal abgesehen gibt es immer wieder kleinere und grössere Veranstaltungen oder Festivals. Langweilig wird’s also nicht. Darüberhinaus bietet natürlich auch das Umland noch einiges zu sehen, vom alten Hafen Port Adelaide über Wildtiergehebe bis zum typischen Outback.

Kurz, ich bin froh, hier gelandet zu sein und kann die Stadt für einen Sprachaufenthalt nur empfehlen.

Wer weitere Tipps haben möchte, bitte einfach melden.

Hiermit endet mein Bericht über 4 Wochen Adelaide.  See you next time somewhere else on our wonderful blue planet. Meanwhile – enjoy life!

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Weindegustation in Clare Valley

050513-1050513-3Jeder Weinkenner weiss, dass auch Australien so manch guten Tropfen zu bieten hat. Ein Arbeitskollege hatte mir schon in der Schweiz empfohlen, unbedingt an einer Degustationstour teilzunehmen. Am besten mit Fahrer, damit man auf der Rückfahrt nicht das ein oder andere Känguru übersieht vor lauter Weingenuss.

Das Barossa Valley nördlich von Adelaide ist wohl das bekannteste 050513-2Weinanbaugebiet in dieser Gegend. Auf meinem Weg lag allerdings das Clare Valley, klein aber fein mit ca. 40 Weinkeller entlang des 40 km langen Tales.

Das Weingut Jeanneret hat sogar Schweizer Wurzeln und schon die ein oder andere Auszeichnung erhalten.

Natürlich habe auch ich das Tal nicht ohne ein gutes Fläschchen verlassen.

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Flinders Ranges Outback Trip

300513-9 030513-13Meine Zeit in Australien ist fast um – aber das Land verlassen ohne wenigstens einmal das wahre Outback gesehe zu haben? Das geht nun gar nicht.

Die beste Möglichkeit von Adelaide aus die Weiten Australiens zu erkunden ist ein Trip zu Flinders Ranges, einer der ältesten Gebirgszüge der Welt ca. 5 Fahrstunden nördlich von Adelaide.

Am Freitagmittag direkt nach der Schule gings los mit Tom’s Tour, einem Kleinbus mit Tourguide und 13 jungen abenteuerlustigen Leuten aus aller Welt.

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Unten ein Blick auf die Wilpena Pound, einen markanten Gebirgszug im Herzen des Flinders Nationalparks.

030513-5030513-3 030513-4Übernachtet haben wir auf der Hornsdale Farm in der Nähe von Jamestown. Das ehemalige Farmhaus dient heute als eine Art Mini-Outdoor-Jugendherberge mit ungefähr 5 Mehrbettzimmern der einfachsten Art, Gemeinschaftsbad für alle, einer Küche, in der wir gemeinsam was Essbares zauberten. Hunger kennt eben keine Sprachgrenzen.

Die Farm liegt mitten in dem, was wir Europäer wohl Niemandsland nennen würden. Ausser Schafen, Kängeruus, staubigen Strassen und unendlich weiten Feldern gibt es hier kaum was.
Am Samstagmorgen hiess es um 5.30 Uhr aufstehen und sich wappnen für einen Tag Staub schlucken. Belohnt wurden wir mit einer roten Traumlandschaft, kargen Felsen und 28 Grad Hitze im australischen Herbst. Der Flinders Ranges umfasst 950 qkm.

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030513-7Wer sich für Geologie interessiert, sollte eine Zeitreise durch die Brachina Gorge antreten: Innerhalb von ca. einer Fahrstunde kann man hier Erdgeschichte von über 120 Mio. Jahren miterleben. Verschiedene Informationstafeln erklären anschaulich die verschiedenen Gesteinsformationen sowie deren Alter und Entstehung. Unser Tourguide Tom voll in Aktion.

Relaxen: Glenelg Seaside Resort

1006513-1 Getty GlenelgGlenelg ist ein netter, nicht mehr ganz so kleiner Ort an der Küste, ca. 10 km von Adelaide entfernt. Mit der Strassenbahn erreicht man das quirrlige Städtchen in gut 25 Minuten.

Neben vielen kleinen Boutiquen, die zum Geldausgeben animieren, laden zahlreiche Bars und Restaurants zum Chillen ein. Leute mit kleinem Budget – ich bin schliesslich als Student hier – holen sich einfach einen Milchshake und suchen sich eine freie Bank am beleben Main Square oder noch besser lassen sich auf dem schön gepflegten Rasen nieder mit direktem Blick auf die Beach.

Ich habe mir sagen lassen, dass hier im Sommer, an Wochenenden oder am Abend ordentlich was los ist – kann man den gestressten Adelaider-Städtern nicht verübeln, riecht die Luft hier doch nach Meer und Urlaub und alles läuft ein wenig ruhiger.

Glenelg Beach 010513-4An manchen Tagen, vor allem jetzt im Herbst, wird ordentlich Seegras an die Küste geschwemmt. Sieht nicht gerade appetitlich aus und baden gehen wird dann etwas ekelig, obwohl alles ganz natürlich ist, nicht zu vergleichen mit so mancher vom Mensch verschmutzen Beach.

Ich sah immer wieder Leute, die in den Bergen von Seegras suchend herumstocherten oder sich das Zeug sogar in Säcke stopften und mitnahmen. Wozu? Leider keine Ahnung.