Architektur, runde Steine und Pinguine

Freitag 29. März 2013
Dunedin – Oamaru, Kilometer 144

Am Morgen zuerst mal Stadtbesichtung von Dunedin. Es ist Karfreitag und daher wirkt die Stadt wie ausgestorben. Alle Geschäfte haben geschlossen.
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290313-3Wir schlendern ein wenig durch die von Schotten angelegte Innenstadt mit breiten Strassen und achteckigem Platz als Zentrum. 120000 Einwohner hat Dunedin und ist somit die 5 grösste Stadt Neuseelands. Am bekanntesten ist der 1906 eröffnete Bahnhof, der zwar heute auch noch in Betrieb ist aber der Bahnverkehr hält sich doch sehr in Grenzen. Ausser das von hier die Taieri Gorge Eisenbahn startet, sieht es nicht so aus, als würde hier zu Geschäftzeiten Rushhour herrschen. Die meisten Neuseeländer gehen mit dem Auto oder dem Bus zur Arbeit. Was man in Dunedin sicher anschauen sollte ist das Settler Museum. Hier werden alle ersten Siedler erwähnt, die um 1820 und später hauptsächlich von Grossbritannien aus Dunedin erreichten. Es gibt eine richtige Ahnengalerie und man könnte wahrscheinlich noch heute herausfinden, ob seine Vorfahren mal so eingewandert sind. Eintritt ist übrigens frei. Gegen Nachmittag verlassen wir Dunedin und fahren weiter nordwärts. Bei den Moeraki Boulders machen wir kurz einen Halt und schauen uns die runden Steine im Meer an.
290313-9290313-4Wissenschaftler sind sich heute immer noch nicht ganz einig, wie diese runden Steine entstanden sind. Da die Steine nur bei Ebbe zu besichtigen sind, hat Stefan mal einen an Land gerollt damit dieser auch bei Flut zu sehen ist.
In Waianakarua fahren wir wieder an die Küste und sehen bei unserem späten Mittagessen wieder mal Seehunde.
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Stefan ist schon am überlegen, ob er jetzt schon wieder die Kamera holen soll. Vor einigen Tagen in Westport sind wir noch den Hügel hinaufgesprintet um endlich mal einen Seehund vor die Kamera zu bringen, da waren diese kaum zu sehen; jetzt laufen uns die Viecher beinahe jeden Tag über den Weg und sind keine 10 Meter mehr entfernt. Begegnungen sind fast schon Routine geworden.
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Gegen Abend erreichen wir Oamaru. Hier gibt es zwei Pinguin Arten, die Blauaugen- und die Gelbaugen, die jeden Abend vom Meer ans Ufer watscheln. Eigens für dieses Ereignis wurde fast eine richtige Tribüne errichtet mit Premium- und Economy-Sitzplätzen, damit man auch einen guten Blick auf den Strand hat wenn die Pinguine kommen. Und tatsächlich um ca. 20 Uhr treffen die ersten Blauaugenpinguine ein. Das Ganze dauert ca. eine Stunde und leider ist weder Fotografieren noch Filmen erlaubt. Was machen die bloss wenn die Pinguine mal nicht kommen? Dies wird kaum geschehen, denn alle Pinguine kehren immer wieder dorthin zurück, wo Sie geboren worden sind. Zur Brutzeit können es bis zu 70 sein, heute waren es gerade mal 25.
290313-1Fast noch imposanter waren aber die Kormorane, die sich ausserhalb Oamaru auf einem stillgelegtem Steg breitmachten. Abertausende versammeln sich hier jeden Abend um beim Eindunkeln gemeinsam zu ihren Schlafplätze an der steilen Küsten zu fliegen.

Temperatur bis 25 Grad

Ein Gedanke zu „Architektur, runde Steine und Pinguine

  1. Beat

    :-O wenn ich bei uns mal 4 „Kormis“ zusammen sehen ist das schon fast ein Schwarm. Die können übrigens ganz schön aggressiv werden. Mit dem ist dann nicht zu Spassen, weil die ganz viele hässliche Bakterien übertragen können, die richtig üble Infektionen verursachen. Aber normaler weise verschwinden sie, wenn man ihnen zu nahe kommt.

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