Zu den Schotten und zum südlichsten Punkt Neuseelands

Mittwoch, 27. März 2013
Clifden – Curio Bay,  Kilometer 265

Die vergangene Nach war a….kalt. Sich morgens um 8 Uhr bei 4 Grad im Camper zu waschen und anzuziehen ist nicht gerade ein Vergnügen. Da heisst es schnell machen um warm zu werden.
Schon bald ging die Fahrt weiter Richtung Süden alles auf der Southern Scenic Route. Wir durchquerten schlafende Städte wie Tuatapere, Orepuki und Riverton, wo jedes vierte Haus mit „For Sale“ angeschrieben ist. Stefan hat fast eine Hütte gekauft…. ach herrje und das noch direkt an der Beach :-).
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Menschen sehen wir kaum und auch auf den Strassen zwischen den Orten gibt es sozusagen keinen Verkehr. Einzig riesige Schafherden sehen wir jetzt mehr und mehr.
270313-6In Invercargill, wegen der ersten Siedler eine Stadt mit schottischen Wurzeln, machen wir einen kleine Spaziergang. Mit 50 000 Einwohnern ist es die drittgrösste Stadt auf der Südinsel. Alles ist schachbrettartig angelegt mit sehr breiten Strassen, an denen noch einige recht schöne alte Häuser stehen.

Ein Besuch von Bluff, dem südlichsten Ort Neuseelands darf natürlich auch nicht fehlen, ansonsten nichts berauschendes. Hier erklimmen wir den Bluff Hill, von dem wir einen schönen Blick auf Stadt und Küste haben, sowie auf Steward Island, die Insel fast ohne Strassen für Naturfreunde, nur 30 km entfernt.
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Die Weiterfahrt bringt uns ins Land der Southland Catlins (dem südlichsten Teil von Neuseeland zwischen Invercargill und Dunedin), eine einsame Gegend, wo eine Internetverbindung genauso ein Fremdwort ist wie ein Mobilnetzverbindung. Wenn man einen Neuseeländer fragt wo die Schönste Gegend im Land ist, dann werden die Catlins meistens als erste genannt und einem Neuseeländer sollte man eigentlich nicht Wiedersprechen. Wir, wir tun das auch nicht.
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Über Fortrose geht es weiter zum Waipapa Point, wo wir drei Seelöwen beobachten können, wie sie am Ufer und im seichten Wasser miteinander herumtollen.
270313-1Über eine staubige Schotterstrasse erreichen wir den Slope Point, den südlichsten Punkt Neuseelands. Von hier aus sind es 4803 km bis zum Südpol. Näher dran werden wir wohl nie kommen. In der Abenddämmerung fahren wir weiter bis zur Curio Bay, unserem Schlafplatz für die nächste Nacht. Der einfache Campingplatz auf einem Kliff ist gut besucht und wir ergattern gerade noch den letzten Platz mit Stromanschluss.

Noch etwas Spezielles zum Schluss. Vor drei Wochen waren wir am Cape Reinga, am nördlichsten Punkt Neuseelands, heute waren wir in Bluff am „fast“ südlichsten Punkt. Seit dieser Zeit ist Neuseeland um 51 Kilometer geschrumpft!! Vielleicht durch ein Erdbeben, mit anschliessender Landvernichtung? Keine Ahnung aber man schaue sich die Bilder an.
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Links in Cape Reinga = Distanz nach Bluff 1452 Km, Rechts Bluff = Distanz nach Cape Reinga 1401 Km. Das solle einer verstehen.

 

Temperatur am Nachmittag 25 Grad.

2 Gedanken zu „Zu den Schotten und zum südlichsten Punkt Neuseelands

  1. Karin

    Ich möchte euch beiden hier mal ein Kompliment für euren spannenden Blog und die tollen Bilder machen. Es macht Spass eure Route zu verfolgen und ich habe ganz viele déja vu’s dabei ;-). Falls ihr noch nicht an Dunedin vorbei seit, unbedingt die Gelbaugen-Pinguine anschauen gehen. Als wir dort waren, konnte man am Abend auch noch beabachten, wie Pinguine vom Meer zurück an’s Land kamen, war ein eindrückliches Erlebnis. Wir sind uns zwar vorgekommen wie an einem Ärtekongress, da viele Asiaten mit weissem Mundschutz und weissen Handschuhen die Rückkehr der Pinguine beobachteten. Ausserdem war es damals a….kalt. Weiss nicht wann ich das letzte mal so gefroren habe. LG Karin

    1. gabiundstefan

      Hallo Karin, danke fürs Kompliment… Sind bereits an Dunedin vorbei und sind jetzt gerade in Oamaru und hier sind wir gestern abend die Blauaugen-Pinguine anschauen gegangen. Um 20 Uhr sind ca. 30 Tiere vom Meer aus an Land gekommen und haben sich in ihr Nest zurückgezogen. War interessant anzuschauen. Bei uns hatte es auch zwei drittel Asiaten jedoch ohne Mundschutz 🙂 Leider durften wir keine Fotos machen und Filmen war auch nicht erlaubt. Lg Stefan

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