Adelaide City – eine gute Entscheidung

Auch wenn ich inzwischen schon wieder in der Schweiz gelandet bin, möchte ich noch ein paar letzte Bilder mit euch teilen: von der Stadt, in der ich die letzten 4 Wochen daheim war.060513-6 06052013-5 060513-2

 

 

 

 

Ich wurde gefragt, warum unbedingt Adelaide und ob es eine gute Entscheidung war dorthin zu gehen. Ja, es war voll richtig. Warum? Nun, verglichen mit anderen australischen Städten wie bspw. Sydney bietet Adelaide zwar Grossstadt-Feeling, ist dabei aber immer noch überschaubar und irgendwie familär. Ca. 1,2 Mio. Einwohner.

Die Stadt ist sauber und ich habe mich immer sicher gefühlt. Die durchdachte Strassenanlage macht die Orientierung enorm einfach – quadratisch, praktisch, gut!  Der öffentliche Verkehr ist gut ausgebaut, wenngleich ein anständiger Übersichtsplan fehlt.

Die vielen Grünflächen, vor allem auch jene am Fluss, laden zum Relaxen ein und ergänzen die quierrlige Innenstadt mit der Fussgängerzone.

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060513-13 Toll ist auch, dass die unzähligen Universitätsgebäude mitten in der Stadt integriert sind und nicht etwas ausserhalb auf irgendeinem Campus untergebracht sind. Dies, bzw. die damit verbundene Präsenz der Studenten, verleiht der Stadt einen jugendlichen Touch.

Die Adelaider sind mir durchwegs freundlich entgegengekommen und die Kontaktaufnahme auch mit völlig Fremden war einfach. Man ist hier an ausländische Studenten gewöhnt und gerne bereit zu helfen.

Mit Gründungsdatum 1836 ist Adelaide natürlich –  für europäische Verhältnisse – eine recht junge Stadt. Trotzdem gibt es doch einige historische Gebäude, die einen Blick wert sind.

Übrigens, Adelaide wurde nach einer deutschen Prinzessin benannt!

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Was natürlich auch noch zum guten Lebensgefühl hier beiträgt, ist die Nähe zum Meer: in 20-30 Minuten kann man die Küste erreichen und an der Beach die Seele baumeln  060513-7l060513-9assen.
Auch für kulturell Interessierte hat die Stadt einiges zu bieten. Von den normalen Museen und Ausstellungen mal abgesehen gibt es immer wieder kleinere und grössere Veranstaltungen oder Festivals. Langweilig wird’s also nicht. Darüberhinaus bietet natürlich auch das Umland noch einiges zu sehen, vom alten Hafen Port Adelaide über Wildtiergehebe bis zum typischen Outback.

Kurz, ich bin froh, hier gelandet zu sein und kann die Stadt für einen Sprachaufenthalt nur empfehlen.

Wer weitere Tipps haben möchte, bitte einfach melden.

Hiermit endet mein Bericht über 4 Wochen Adelaide.  See you next time somewhere else on our wonderful blue planet. Meanwhile – enjoy life!

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Weindegustation in Clare Valley

050513-1050513-3Jeder Weinkenner weiss, dass auch Australien so manch guten Tropfen zu bieten hat. Ein Arbeitskollege hatte mir schon in der Schweiz empfohlen, unbedingt an einer Degustationstour teilzunehmen. Am besten mit Fahrer, damit man auf der Rückfahrt nicht das ein oder andere Känguru übersieht vor lauter Weingenuss.

Das Barossa Valley nördlich von Adelaide ist wohl das bekannteste 050513-2Weinanbaugebiet in dieser Gegend. Auf meinem Weg lag allerdings das Clare Valley, klein aber fein mit ca. 40 Weinkeller entlang des 40 km langen Tales.

Das Weingut Jeanneret hat sogar Schweizer Wurzeln und schon die ein oder andere Auszeichnung erhalten.

Natürlich habe auch ich das Tal nicht ohne ein gutes Fläschchen verlassen.

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Flinders Ranges Outback Trip

300513-9 030513-13Meine Zeit in Australien ist fast um – aber das Land verlassen ohne wenigstens einmal das wahre Outback gesehe zu haben? Das geht nun gar nicht.

Die beste Möglichkeit von Adelaide aus die Weiten Australiens zu erkunden ist ein Trip zu Flinders Ranges, einer der ältesten Gebirgszüge der Welt ca. 5 Fahrstunden nördlich von Adelaide.

Am Freitagmittag direkt nach der Schule gings los mit Tom’s Tour, einem Kleinbus mit Tourguide und 13 jungen abenteuerlustigen Leuten aus aller Welt.

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Unten ein Blick auf die Wilpena Pound, einen markanten Gebirgszug im Herzen des Flinders Nationalparks.

030513-5030513-3 030513-4Übernachtet haben wir auf der Hornsdale Farm in der Nähe von Jamestown. Das ehemalige Farmhaus dient heute als eine Art Mini-Outdoor-Jugendherberge mit ungefähr 5 Mehrbettzimmern der einfachsten Art, Gemeinschaftsbad für alle, einer Küche, in der wir gemeinsam was Essbares zauberten. Hunger kennt eben keine Sprachgrenzen.

Die Farm liegt mitten in dem, was wir Europäer wohl Niemandsland nennen würden. Ausser Schafen, Kängeruus, staubigen Strassen und unendlich weiten Feldern gibt es hier kaum was.
Am Samstagmorgen hiess es um 5.30 Uhr aufstehen und sich wappnen für einen Tag Staub schlucken. Belohnt wurden wir mit einer roten Traumlandschaft, kargen Felsen und 28 Grad Hitze im australischen Herbst. Der Flinders Ranges umfasst 950 qkm.

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030513-7Wer sich für Geologie interessiert, sollte eine Zeitreise durch die Brachina Gorge antreten: Innerhalb von ca. einer Fahrstunde kann man hier Erdgeschichte von über 120 Mio. Jahren miterleben. Verschiedene Informationstafeln erklären anschaulich die verschiedenen Gesteinsformationen sowie deren Alter und Entstehung. Unser Tourguide Tom voll in Aktion.

Relaxen: Glenelg Seaside Resort

1006513-1 Getty GlenelgGlenelg ist ein netter, nicht mehr ganz so kleiner Ort an der Küste, ca. 10 km von Adelaide entfernt. Mit der Strassenbahn erreicht man das quirrlige Städtchen in gut 25 Minuten.

Neben vielen kleinen Boutiquen, die zum Geldausgeben animieren, laden zahlreiche Bars und Restaurants zum Chillen ein. Leute mit kleinem Budget – ich bin schliesslich als Student hier – holen sich einfach einen Milchshake und suchen sich eine freie Bank am beleben Main Square oder noch besser lassen sich auf dem schön gepflegten Rasen nieder mit direktem Blick auf die Beach.

Ich habe mir sagen lassen, dass hier im Sommer, an Wochenenden oder am Abend ordentlich was los ist – kann man den gestressten Adelaider-Städtern nicht verübeln, riecht die Luft hier doch nach Meer und Urlaub und alles läuft ein wenig ruhiger.

Glenelg Beach 010513-4An manchen Tagen, vor allem jetzt im Herbst, wird ordentlich Seegras an die Küste geschwemmt. Sieht nicht gerade appetitlich aus und baden gehen wird dann etwas ekelig, obwohl alles ganz natürlich ist, nicht zu vergleichen mit so mancher vom Mensch verschmutzen Beach.

Ich sah immer wieder Leute, die in den Bergen von Seegras suchend herumstocherten oder sich das Zeug sogar in Säcke stopften und mitnahmen. Wozu? Leider keine Ahnung.

Kangaroo Island

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2-tägiger Ausflug nach Kangaroo Island, der drittgrössten Insel von Australien, ca. 150 km lang und bis zu 80 km breit. Von Adelaide aus ist sie in ca. 3 Stunden zu erreichen inkl.  40 minütiger Überfahrt mit der Fähre.
270413-11270413-10Die Insel gilt als DAS Naturhighlight in Südaustralien und wird nur von ca. 4000 Menschen bewohnt. 2 Tage sind effektiv zu kurz für eine Besichtigung; ich empfehle 4 Tage für alle, die in Ruhe geniessen wollen. Anlegestelle in Penneshaw.

Unterkunft in einer Jugendherberge mit eindeutig zweideutigem Charm vergangener Jahre. Mit mir auf dem Zimmer waren Frauen aus Italien, Mexiko, Costa Rica, Thailand und Taiwan.

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Sea Lion Bay auf der Südseite der Insel. Sticht man hier in See, trifft man erst wieder in der Antarktis auf Land. Die Tiere sind teils 3 Tage lang im Wasser auf der Jagd nach Nahrung. Kein Wunder, dass der ein oder andere danach völlig platt ist.

 

 

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Kängurus dürfen natürlich auf der Insel, die ihren Namen trägt nicht fehlen. Leider sieht man auch sehr viele tote Tiere auf der Strasse. Gegen die menschlichen PS haben sie halt keine Chance.

 

 

Sandpflanzen an der Beach und Sandsurfen in Littel Sarah. Surfbretter kann man ganz in der Nähe mieten ebenso wie Quadfahrzeuge. Bauch auf’s Brett und runter den Hang.

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Remarkable Rocks:
Man, war das windig hier. Leider keine Sonne, aber die Farben sind trotzdem toll.

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Pelikane in Kingscote. Und einer, der den Schnabel nicht voll kriegen kann.

ANZAC Day Militärparade

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250413-7Heute ist ANZAC, der zweit-wichtigste nationale Feiertag in Australien neben dem eigentlichen Nationalfeiertag im Januar. Heisst natürlich auch, dass ich schulfrei habe – juchhu.

Am ANZAC Day gedenkt Australien all jenen, die in den verschiedenen Kriegen ihren Beitrag geleistet haben. Also eine Art Ehrentag für die Soldaten (vom Buschkrieger über Airforce bis zur Navy) und alles was sonst noch zum Militär gehört.

In Adelaide findet zu diesem Anlass ein Umzug THE PARADE mit aktiven, vor allem aber mit ehemaligen Soldaten statt, die ihre Ehrenabzeichen stolz an der Brust tragen und von zahlreichen Musikkapellen begleitet werden.

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Die „normale“ Bevölkerung steht Fähnchen schwingend am Strassenrand. Sowas wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, zumal uns die Lehrer hundertmal drauf hingewiesen haben. Also hiess es trotz freiem Tag schon um 7 Uhr aufstehen um pünktlich zum Beginn der Show in der City zu sein.

Marschiert wurde über eine Stunde lang.

Viele Veteranen begleiteten den Umzug im Rollstuhl und jedesmal brandete Applaus im Publikum auf, wenn wieder eine Gruppe vorbeikam.

Übrigens: heute können alle Soldaten gratis mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

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Chinatown

Chinatown liegt nur ein paar Strassen von der Hauptgeschäftsmeile entfernt. Zu Fuss gut zu erreichen und keinesfalls irgendwo ausserhalb im Ghetto, wie das in anderen Orten der Fall ist.

180413-3180413-8Hier der Eingang, hinter dem dann viele Geschäfte und Schaufensterauslagen nur noch chinesisch angeschrieben sind. Bekannt ist Chinatown vor allem für die „Central Markets“, wo man an Ständen oder in Minigeschäften auch gut Frischprodukte einkaufen kann.
Am besten Samstags um 14 Uhr, dann wird’s günstig, weil Sonntag und Montag geschlossen ist und alles noch weg muss.

Chinesen sind hier in Adelaide gut vertreten, als ständige Einwohner ebenso wie als Studenten. Auch in meiner Klasse sind 4, von denen 3 eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung anstreben. Im Vergleich zu den Schülern aus arabischen Ländern sind die Chinesen absolut vorbildlich – meine Schwester würde jetzt sagen „echte Streber“.

180413-4Da ist zum Beispiel Henry, 20 Jahre, der in der schulfreien Zeit, vor allem aber auch jedes Wochenende Schichten im Krankenhaus schieb. Manchmal kommt er totmüde zum Unterricht. Sobald er den Sprachtest bestanden hat, will er eine Aufenthaltsbewilligung beantragen. Die 18jährige Emily büffelt für den Uni-Sprachtest, will hier Architektur studieren, dann aber zurück zur Familie nach China.

Am Anfang waren die Chinesen sehr zurückhaltend, aber inzwischen quatschen wir in jeder Pause miteinander, tauschen Ausflugstipps auch oder korrigieren Hausaufgaben zusammen. Multikulti lässt grüssen. Wusstet ihr, dass Regierungsangestellte in China regelmässig Tests absolvieren müssen, in denen überprüft wird, ob ihr Job-Wissen noch auf dem aktuellsten Stand ist? Im übrigen lässt sich das Englisch der Chinesen viel besser verstehen als das der Araber. Letztere werden scheinbar meist vom Militär oder ihren Firmen hierhergeschickt, müssen selber nichts bezahlen und sind nur mässig motiviert im Unterricht. Zu Beginn war ich verwundert, dass viele Lehrer sie einfach links liegen lassen. Inzwischen ist klar, dass die meisten einfach aufgegeben haben. So nach dem Motto „wer nicht lernen will, ist selber Schuld“.

Tagesausflug Victor Harbor

200413-1 Gabi vom Winde verweht

Ideal für einen Tagesausflug ist Victor Harbor ca. 90 km südlich von Adelaide. Ich empfehle die Hinfahrt durchs Landesinnere und die Rückfahrt entlang der Küste.

200413-4 200413-3Victor Harbor wurde um 1850 als Walfangstation gegründet und einige wenige alte Gebäude zieren auch heute noch die Strassen der 11 000 Seelen Stadt.

Strassenbahn Victor Habor 200413-5Hauptattraktion ist die von Pferden gezogene Strassenbahn, die auf über einen 600 m langen hölzernen Steg zu einer Insel führt, auf der neben Spaziergängen auch noch Penguin Tours gebucht werden können.

Im Zoo von Adelaide

In Adelaide sind im Moment Schulferien. Leider nur für die normalen Schulen – in meinem Sprachcollege geht’s pausenlos weiter. Aber immerhin habe ich am Freitag früher Schulschluss. Also Zeit für einen Ausflug. Während der Ferien in den Zoo zu gehen, ist vermutlich nicht die beste Idee, denn alle Eltern mit ihren kleinen halbwüchsigen Wilden sind jetzt auch hier. Und obwohl im Panda-Gehege überall Schilder mit „Bitte Ruhe“ standen, war es auch hier nur begrenzt still und die Tiere haben sich meist versteckt. Erst gegen Abend, kurz vor Schliessung als die Rasselbande endlich weg war, kamen die Pandas hervor und mir sind noch diese Aufnahmen gelungen.
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Die Vogelkundler unter euch mögen mir verzeihen, wenn ich jetzt nicht jeden gefiederten Freund mit Namen vorstelle. Mich hat mehr ihre Farbenpracht fasziniert als ihr wissenschaftlichen Namen.
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Der kleine kurzbeinige Graue hier, ist ein Wombat, ein in Australien lebender Beutelsäuger. Seinen Namen hat er von den Aboriginis bekommen. Die Tiere können bis 40 kg schwer werden. Schaut harmlos aus, kann aber ordentlich zubeissen. Wenn ihr mich fragt, der kleine braucht mal ne Diät.

 

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Ist schon klar, Giraffen gehören nicht nach Australien, aber diesen Schnappschuss musste ich einfach publizieren.

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Krokodil nimmt Sonnenbad. Der faule Kollege hat sich einfach nicht von der Stelle bewegen wollen, drum gibt’s nur ne Seitenaufnahme.

Sprachschule South Adelaide College

Mein College liegt direkt in der Innenstadt, ideal erreichbar mit dem Bus. Auch Cafes und Take Aways gibt es genügend in der Umgebung. Supermarkt ist ca. 15 Fussminuten entfernt, allerdings gibt es überall kleine Convenience Stores, so eine Art Tante Emma Markt, halb teurer als die Supermarktketten Coles, Foodmarket oder Woolworth.

 

180413-1Hier seht ihr den Computerraum, der allen Studenten zur Verfügung steht. Ansonsten gibt es natürlich auch Wireless. Ist allerdings begrenzt auf 30 Minuten, dann wird man automatisch rausgeschmissen. Und Apps runterladen ist auch blockiert. Naja, ich werd’s überleben.

Es gibt auch eine Miniküche mit Kühlschrank und natürlich Mikrowelle. In der Mittagspause riecht es hier immer nach den unterschiedlichsten internationalen Gerichten. Gewöhnungsbedürftig.

180413-2Auf den WCs hängt dieses Schild. Ihr lacht jetzt – aber die Anleitung ist ernst gemeint. Nicht alle Nationen, die hier studieren, sind mit dem „richtigen“ Gebrauch des stillen Örtchens vertraut.
Andere Länder andere Sitten. Die Leute müssen ja schliesslich wissen, dass wir „Westler“ das Toiletenpapier ins Klo werfen und nicht in den Papierkorb.